Der Sternzeichenbegleiter durchs Jahr

 

 

Heilpflanzen 

 

 

Vorab: Viele Pflanzen sind heute geschützt (z.B. Schlüsselblume) und dürfen in der Natur nicht gepflückt werden. Bitte bei Unsicherheit daher lieber auf die getrocknete Variante zurückgreifen. Getrocknete Heilkräuter stehen den frischen Pflanzen in puncto Heilkraft in nichts nach und können in Apotheken oder Kräuterhäusern in guter Qualität erworben werden.

 

Der Widder (21. März bis 20. April)          Die Brennnessel

 

Aussehen: Die Pflanze ist dunkelgrün und wird bis zu 150 cm hoch. Der Stängel der Brennnessel ist mit kurzen Borsten sowie langen Brennhaaren besetzt. Die Blätter sind länglich und oval, die Blattränder sind grob gesägt. Die Oberseite der Blätter ist ebenfalls behaart. Die Blüten sind unscheinbar grün und windblütig. Man benutzt die Blätter oder die Wurzeln.

Anwendungsgebiete: Unterstützend bei Gicht, Muskelrheuma, Nieren-, Blasenentzündung, Blutreinigung, Entwässerung, Anämie, Haarausfall.

Wie der Widder besitzt auch die Brennnessel scharfe Waffen. Sie kämpft und lässt dem Gegner wenig Raum zur Verteidigung. Dem Widder ist die Kopfregion (auch Augen, Gesicht, Kiefer, Mund, Nase, Ohren) zugeordnet. Aus Brennnesseln lässt sich eine wunderbare Kopfwäsche machen.

Rezept Kopfwäsche zur Stärkung von Haaren und Kopfhaut: 2 bis 3 Handvoll frische oder getrocknete Brennnesseln in 3 Liter kaltem Wasser auf kleiner Flamme langsam zum Kochen bringen. 5 Minuten ziehen lassen. Nach der Haarwäsche (möglichst mit Kernseife) den Kopf mit dem Sud spülen.

 

 

Der Stier (21. April bis 20. Mai)                 Salbei

 

Aussehen: Der Salbei ist eine meist mehrjährige, krautige Pflanze, die in Form von Halbsträuchernn oder Sträuchern auftritt. Es gibt sehr viele Sorten. Die Pflanzen duften oft aromatisch. Oft befinden sich an oberirdischen Pflanzenteilen einfache Haare und/oder Drüsenhaare. Die Farbe ist gräulich-grün bis grün-weiss. Man benutzt die Blätter.

Anwendungsgebiete: Unterstützend bei Schweissausbrüchen, Wallungen, Müdigkeit, Nervosität, Halsleiden, Fieber, Hals- und Mandelentzündungen.

 

Dem Stier sind unter anderem der Nacken, der Rachen, die Mandeln, der Kehlkopf, die Halsregion und der hintere Kopfansatz zugeordnet. Wie der Stier beständig ist, ist der Salbei in seiner Heilungskraft beständig. Er ist unvergänglich und liebt die Heimat.

 

Rezept Gurgelwasser bei Halsschmerzen: 1 gehäufter Teelöffel Salbei mit ¼ Liter Wasser zum kochen bringen, kurz ziehen lassen und das Ganze abkühlen lassen. Kalt gurgeln. 

 

 

 

Der Zwilling ( 21. Mai bis 21. Juni)            Schlüsselblume

Aussehen: Die echte Schlüsselblume ist eine krautige Pflanze, die eine Höhe von 10 bis 30 Zentimetern erreicht und gruppenweise anzutreffen ist. Sie überwintert mit einem ausdauernden Rhizom (Sprossknolle). Die Blätter sind oben dunkelgrün und unten hellgrün. Die Blüten bestehen aus fünf dottergelben Kronblättern mit fünf orangefarbenen Flecken im Schlund der Blüte. Man benutzt die Blüten.

Anwendungsgebiete: Unterstützend bei Schlaflosigkeit, Nervenstörungen, Nervosität, Husten, Schnupfen, Bronchitis, Mund- und Zahnfleischentzündungen, Schwindel, Kopfschmerzen.

Dem Zwilling zugeordnet sind unter anderem die Arme und Hände, das Atmungssystem, das Nervensystem, die Schultern, das Schlüsselbein und die Thymusdrüse. Die Schlüsselblume entspricht mit ihrer gelben (Luft-)Farbe, ihrer zarten Feingliedrigkeit und dem Auftreten in grösseren Gruppen genau dem Zwillingswesen.

Rezept Schlaftee: 50 gr Schlüsselblumen, 20 gr Lavendelblüten, 20 gr Hopfen und 5 gr Baldrianwurzel mit ¼ Liter kochendem Wasser übergiessen und 3 Minuten ziehen lassen. Warm trinken.

 

 

Der Krebs (22. Juni bis  22. Juli)               Frauenmantel

Aussehen: Die Frauenmäntelchen wachsen in Form von hellgrünen Halbsträuchern. Die kelchartigen Blätter sind zu Rosetten zusammengefügt. Bei den Blüten handelt es sich um zartgelbe doldige Rispen. Man verwendet das blühende Kraut.

Anwendungsgebiete: Unterstützend bei Menstruationsstörungen, Frauenkrankheiten, Gebärmutterprobleme, Wunden, Stiche und Schnitte, Muskelerkrankungen.

Beim Frauenmäntelchen handelt es sich um eine zarte Pflanze, die entsprechend dem Wasserzeichnen Krebs Feuchtigkeit und feuchte Erde liebt. Dem Krebs zugeordnet sind Bauchgegend, Magen, Bauchspeicheldrüse, Brüste, Gebärmutter usw.

Rezept Badezusatz bei Monatsbeschwerden: 200 gr getrocknete oder einige Handvoll frische Frauenmäntelchen in einem Eimer mit kaltem Wasser über Nacht ansetzen, das Ganze am nächsten Tag erwärmen und warm dem Badewasser zugiessen.

 

 

Der Löwe (23. Juli bis  22. August)           Rosmarin

 

Aussehen: Beim Rosmarin handelt es sich um einen immergrünen, buschig verzweigten Strauch, der aromatisch duftet und eine Grösse von 0,5 bis 2 Metern erreicht. Die Äste sind braun und holzig. Die Blätter sind lang und spitz. Verwendet werden die Blätter.

Anwendungsgebiete: Unterstützend bei Appetitlosigkeit, Antriebsschwäche, Herzschwäche, niedrigem Blutdruck, nervöse Herz- und Kreislaufbeschwerden, Erschöpfung. In der Schwangerschaft sollte man Rosmarin nicht verwenden.

Wie der Löwe steht der Rosmarinstrauch edel und standhaft in der Landschaft. Dem Löwen zugeordnet sind unter anderem das Herz- und Kreislaufsystem, die Aorta, die Milz, das Zwerchfell und das Sonnengeflecht.

Rezept für eine stärkende Rosmarin-Kur: 10 gr Rosmarinblätter mit einer Flasche leichten Weisswein ansetzen und eine Woche lang ziehen lassen. Abseihen und täglich ein kleines Glas davon trinken (nur Erwachsene!).

 

 

Die Jungfrau (23. August bis 22. September)                 Fenchel

 

Aussehen: Beim Fenchel handelt es sich um eine zweijährige bis ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 40 bis 200 cm erreicht und würzig (anisähnlich) riecht. Der stielrunde Stängel ist kahl und bläulich bereift. Die Pflanze bildet mit ihren Speicherblättern knollenähnliche „Zwiebeln“. Verwendet werden Früchte und Wurzel.

Anwendungsgebiete: Unterstützend bei Husten, Halsinfektionen, Erkältung, Magenschmerzen, Verdauungsschwäche, Blähungen.

Der Fenchel ist eine vielseitig nutzbare Pflanze, die ernährt und die heilt, so wie es der Jungfrau entspricht. Der Jungfrau zugeordnet werden die Leber, der Dünndarm und der Zwölffingerdarm, die Eingeweide, der Stoffwechsel, der Unterleib und auch die Bauchspeicheldrüse.

Rezept für Teemischung bei Blähungen: 40 gr Fenchelfrüchte (Samen), 40 gr Anissamen und 20 gr Kamillenblüten mischen, pro Tasse Wasser einen Esslöffel davon mit dem Wasser aufkochen und 10 bis 15 Minuten ziehen lassen. Filtern und in langsamen Schlucken trinken.

 

 

 

Die Waage (23. September bis 22. Oktober)                 Schafgarbe

 

Aussehen: Die Schafgarbe ähnelt sehr der Kamillenpflanze. Sie ist eine krautige Pflanze, deren Wuchshöhe von sechs bis achtzig Zentimetern variiert. Der glatte, oder je nach Art auch behaarte Stängel ist sehr fest und markhaltig. Die Blätter der Pflanze sind schmal, lang und gefiedert. Die Blütenpracht besteht bei der Schafgarbe aus zahlreichen kleinen Blüten. Die häufigste Farbe der Blüten ist Weiß. Doch es gibt sie auch in einem zarten Gelb und Rosa. Man benutzt das Kraut oder die Blüten.

Anwendungsgebiete: Unterstützend bei Frauenkrankheiten, Unterleibsproblemen, Eierstockentzündungen, Verdauungsschwäche, Hautprobleme, Allergien, Schmerzen, Schwindel, Übelkeit.

Wie die Waage ist die Schafgarbe eine zarte, anmutige Pflanze. Der Waage zugeordnet sind das Becken, die Hormondrüsen, die Nieren, Hautprobleme und Allergien.

Rezept für Sitzbad bei Hautproblemen oder Unterleibsbeschwerden: 100 gr Schafgarbenkräuter über Nacht in kaltem Wasser ansetzen, danach zum kochen bringen und so dem Badewasser zufügen.

 

 

Der Skorpion (23. Oktober bis 21. November)               Echte Feige

 

Aussehen: Die Feige ist ein Strauch oder kleiner Baum, der bis zu acht Meter hoch wird. Sie ist sommergrün und wirft ihr Laub ab. Der Stamm ist oft knorrig, gedreht oder gebogen. Die Blätter sind handförmig. Gegessen werden die reifen Früchte.

Anwendungsgebiete: Die Feige wirkt abführend, hilft unterstützend bei leichter Verstopfung, leichter Leberschwäche, Hautausschlägen und Verdauungsproblemen. Sie wirkt stärkend und hat eine antibakterielle Wirkung.

Dem Skorpion zugeordnet sind die Geschlechtsorgane, die Hoden und die Prostata beim Mann, die Klitoris und die Eierstöcke bei der Frau. Weiter sind ihm die Ausscheidungsorgane Blase, Mastdarm, Damm und Anus zugeordnet.

Rezept für allgemeine Stärkung und bessere Verdauung: Feigenmarmelade: 500 gr Feigen mit einer halben Zitrone und entweder 500 gr Zucker oder 225 gr Gelierzucker einkochen, bis sich ein dicker Brei gebildet hat. Heiss in schlussdichte Gläser einfüllen und sofort schliessen.

 

 

Der Schütze (22. November bis 21. Dezember) Artischocke

Aussehen: Die Artischocke erscheint in Form einer Blattrosette und kann von 0,5 bis zu zwei Meter hoch werden. Die körbchenförmigen Blütenstände sind der Teil der Pflanze, der geerntet wird. Deren Boden ist stark fleischig. Werden die Blütenstände nicht geerntet, zeigen sich die violetten Röhrenblüten.

Anwendungsgebiete: Unterstützend zur Appetitanregung, Verdauungsförderung, Cholesterinsenkung, zur Anregung des Stoffwechsels von Leber und Galle.  

Dem Schützen zugeordnet sind das Arteriensystem, das Becken, die Hüfte und Hüftgelenke, die Leisten, Lenden und Oberschenkel. Dann weiter ist ihm als inneres Organ die Leber zugeordnet.

Artischocken zur Leberstärkung einfach waschen und kochen. Vor dem Kochen den Stiel herausbrechen. Allfällige Stacheln mit einer Schere abschneiden. Die Schnittstellen sofort mit Zitronensaft beträufeln. Anschließend ca. 30-45 min. in Salzwasser kochen. Die fleischigen Blättchen dann aussaugen und je nach Lust in einen Dipp tunken.

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Der Steinbock (22. Dezember bis 20. Januar)               Wacholder

Aussehen: Wacholder sind immergrüne Sträucher oder Bäume. Das Holz duftet oft aromatisch. Die Zweige sind rund oder vier- bis sechsflügelig. Die Blätter sind in der Jugend nadelförmig, später schuppen- oder nadelförmig. Verwendet wird die Beere.

Anwendungsgebiete: Harntreibend, appetitanregend, äusserlich unterstützend bei Muskel- und Gelenkschmerzen, krampflösend, schmerzstillend, schweisstreibend, stärkend.

Dem Steinbock zugeordnet sind Haut, Haare, Gelenke, Knie, Knochen allgemein, Zähne, Nägel, das Skelett und auch die Milz.

Wacholder-Bad zur Hautreinigung und Krampflösung: Zwei Handvoll Wacholderbeeren 10 Minuten lang in einem Liter Wasser kochen lassen. Abkühlen lassen, abseien und ins Badewasser giessen.

 

 

Der Wassermann (21. Januar bis 19. Februar)               Hopfen

 

Aussehen: Die Wildform des Echten Hopfens wächst an Waldrändern und in Gebüschen. Der Wurzelstock ist dick. Er wird zwei bis sechs Meter hoch. Der männliche Blütenstand ist eine Rispe, der weibliche eine zapfenartige Ähre, welche verwendet werden.

Anwendungsgebiete: Die Wirkung ist beruhigend, schlaffördernd, entkrampfend, antidepressiv. Unterstützend bei Fieber, Magenbeschwerden, nervösen Beschwerden, Migräne, Wunden, Furunkeln.

Dem Wassermann sind keine eigentlichen Organe zugeordnet. Man ordnet ihm die Achillessehne, den peripheren Blutkreislauf, die Knöchel, das autonome Nervensystem, das Schien- und das Wadenbein, die Unterschenkel, die Waden und die Sehkraft zu. Statt einem Organ ist dem Wassermann eher das Bewusstsein oder der Astralleib zuzuordnen. Daher ein Rezept zur Förderung dieser Ebene:

Rezept zur entspannenden, schlaffördernden Wirkung: Mindestens zwei Handvoll getrocknete Hopfen in ein kleines Stoffkissen füllen. Man kann auch Lavendel dazugeben. 

 

 

 

Die Fische (20. Februar bis 20. März)                              Wilde Malve (Käsepappel)

Aussehen. Die Pflanze hat im Sommer rosaviolette Blüten. Die Blüten wachsen meist zu Büscheln (6, selten bis zu 10), sie können jedoch auch einzeln stehen. Die Blütenstiele sind behaart. Man verwendet die Blüten.

Anwendungsgebiete: Unterstützend bei Schleimhautsentzündungen, Husten, Heiserkeit, trockenem Mund, Wunden, Fusswunden im speziellen, Rachen- und Nasenproblemen.

Den Fischen sind die Füsse und Zehen zugeordnet. Weiter sind den Fischen auch das Lymphsystem und das Drüsensystem zugeordnet. Ein spezifisches Organ ordnet man den Fischen nicht zu. Anstelle eines Organs tritt hier der Aetherkörper.

Malvenfussbad für geschundene Füsse: Zwei Handvoll Malvenblüten über Nacht in 4 bis 5 Liter kaltem Wasser ansetzen. Am nächsten Tag abseien und das Blütenwasser so weit erwärmen, wie es die Füsse für ein Bad ertragen.

 

Quellennachweise:

www.wikipedia.ch

www.avogel.ch

www.heilpflanze.ch

www.espri.ch

www.heilkraeuter.de

 

 

André Hammon „Astrologische Gesundheits-Fibel“

Maria Treben „Gesundheit aus der Apotheke Gottes“

Rüdiger Dahlke und Nicolaus Klein „Das senkrechte Weltbild“