Horoskop für den Herbst 2011                                                               

 

 

23. September 2011 bis 22. Dezember 2011

 

 

Waagezeit vom 23. September 2011 bis 23. Oktober 2011

 

 

 

 

Und schon ist der Sommer wieder vorbei. Der Sommer, welcher uns immer zu kurz erscheint, muss wieder der Zeit des Rückzuges und der Dunkelheit weichen, die uns immer viel zu lange vorkommt. Und doch können wir aufgrund der meteorologischen Verzögerungen, wie sie in den letzten Jahren stattfinden, auf einen langen und sonnigen Herbst hoffen.  Der Herbst beginnt am 23. September um 11.04 h mit dem Eintritt der Sonne in die Waage. Die Waage ist das Zeichen der Ausgeglichenheit und der Harmonie, was sich bereits an diesem Tag widerspiegelt, denn Tag und Nacht sind heute  gleichlang. Diese Ausgeglichenheit werden wir sicher den ganzen Waagemonat hindurch spüren. Erst danach wird die Nacht wieder Überhand gewinnen. Weniger harmonisch erscheinen uns momentan noch immer die langsamen Planeten Uranus und Neptun sowie Chiron. Sie alle laufen rückwärts und bewirken, dass die grossen Umbrüche und Änderungen, die sie uns versprechen, nur harzig und mit Rückschlägen verbunden voranschreiten. Es ist eine Zeit des Überdenkens. Radikale Änderungen, die wir angefangen haben, wollen noch einmal überdenkt werden. Das Alte möchte sich nicht so schnell verabschieden. Wir bemerken diese Harzigkeit auch auf der politischen Weltbühne. Es will im Moment nicht so recht vorwärts kommen, obwohl so manches am strudeln ist.

Uranus, der sich im Widder aufhält, bleibt bis in den Dezember hinein rückläufig. Wir spüren das Brodeln, den geistigen Wunsch nach Revolution und Veränderung weiterhin und erwarten mit Ungeduld deren Erfüllung. Es zieht uns nach vorne und wir stecken wie in einem Gummiband fest, das sich weiter und weiter ausdehnt, je stärker wir ziehen. Dennoch hält es uns noch fest und doch ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis dass es reisst und uns nach vorne zu unseren neuen Lebenstaten katapultiert.

Pluto, der für Zerstörung und Umwandlung, Tod und Wiedergeburt steht, ist seit  Mitte September auf direktem Kurs. Gut möglich, dass eine der arabischen Revolutionen ihr Ziel erreicht und den Umsturz der alten Machthierarchie geschafft hat. Pluto zerstört altes und abgenutztes und transformiert daraus neues. Vielleicht erleben wir im persönlichen einen Zusammensturz in irgendeiner Angelegenheit und steigen daraus wie Phoenix aus der Asche neugeboren hervor.

Neptun, der Planet der Träume und Visionen, und Chiron, der Heiler, Ratgeber und Lehrer wandern weiterhin in Konjunktion und bewegen sich dabei rückläufig, wandern also rückwärts. Unsere Träume und Idealvorstellungen bedürfen einer kritischen Prüfung. Vielleicht kommen die kritischen Inputs von aussen, vielleicht aber stellen wir uns selber immer wieder die Frage, ob wir mit unseren Visionen auf dem richtigen Weg sind.  Chiron und Neptun werfen in dieser Zeit mit wenigen Ausnahmen nur blaue und grüne Aspekte d.h. alle Planeten, die sich mit ihnen verbinden, tun dies auf kraftspendende und muteinflössende Art. Ab dem 14. Oktober sind die beiden mit einem blauen Trigon mit Sonne und Saturn verbunden. Unsere Träume erhalten langsam Struktur und nehmen Form an. Auch für diplomatische Verhandlungen ist dies ein guter Zeitraum.

Vom 3. Oktober an ist Saturn in Konjunktion mit der Waagesonne. Unsere Beziehungen und Verbindungen mit anderen wollen ernsthaft und verantwortungsvoll begangen werden. Es ist eine gute Zeit, um Beziehungen zu festigen und losen Bekanntschaften eine solide Basis zu geben.

Der Vollmond dieses Monats findet am Mittwoch, 12. Oktober 2011 um 04:05:42 Uhr statt. Er befindet sich zu diesem Zeitpunkt im Zeichen des Widders. Wenn wir uns an diesem Tag auf eine geringe Frustrationstoleranz bei manchem Zeitgenossen einstellen, wird es uns leichter fallen, auf direkte und spontane Emotionsäusserungen elegant und gelassen eingehen zu können. Ansonsten ist es ein guter Tag, um unsere eigenen Emotionen zu überdenken. Wie sieht es mit meiner eigenen Geduld und Toleranz gegenüber anderen aus? Bin ich zu egoistisch oder gehe ich auf mein Gegenüber ein? Der heutige Vollmond gibt uns eine gute Gelegenheit für kritische Selbstprüfungen.

 

Skorpionzeit vom 23. Oktober 2011 bis 22. November 2011

 

 

 

 

 Die Sonne tritt in diesem Jahr am 23. Oktober um 20.30 h in das Zeichen des Skorpions ein. Mit dem Skorpion stehen wir mitten im Herbst. Die spätsommerlich anmutenden Waagetage, die den Sommer Ende September und Anfang Oktober hoffentlich nochmals aufblühen lassen, verlassen uns bald ganz und machen im angenehmen Fall einer golden strahlenden Herbstsonne Platz. Wenn wir uns positiv auf ein paar graue Herbsttage einzustellen vermögen, werden wir auch diesen Wetterbedingungen ihre guten Seiten abgewinnen können. Wir müssen uns dafür nicht unbedingt gemütlich zu Hause verkriechen (obwohl es vielleicht fast nichts Schöneres gibt). Auch ein Regenspaziergang kann Spass machen, wenn die Kleidung stimmt.

Pluto, der Planet der Umwandlung, Transformation und der Macht, bewegt sich im Steinbock vorwärts.  Er aspektiert den rückläufigen (rückwärts laufenden) Jupiter mit einem positiven blauen Trigon, was im Weltgeschehen auf vielversprechende Machtverschiebungen in sozialen oder religiösen Belangen hindeutet.  Der rückwärts laufende Jupiter zeigt, dass uns diese Änderungen trotz positiver Energie nicht nur glatt und konturlos erreichen. Machtversprechen werden hinterfragt. Im persönlichen Bereich will man seinen erreichten Wohlstand nicht so einfach wieder hergeben. Um diesen zu behalten, lassen wir uns viele Machteinflüsse gefallen. Wir fühlen uns in unserem Wohlstand grundsätzlich aber wohl, auch wenn das Wachstum desselben im Moment vielleicht ein bisschen harzt.

Uranus, der uns Rebellion, Durchbruch, neue Technologien und Freiheit verspricht, bewegt sich die ganze Zeit über rückläufig. Das ist eine für seinen Typus widersprüchliche Verhaltensweise, denn das Zeichen Widder, in welchem er sich momentan befindet, liebt die Herausforderung, das Neue und das persönliche Vorwärtskommen. Uranus im Widder verspricht uns also Revolution und Freiheitskämpfe, wie wir sie auf der Weltbühne weiterhin erleben. Und doch harzen die Freiheitskämpfe, scheinen ewig zu dauern. Wir werden solange mit aggressiven Werbemethoden zu neuen Technologien überrollt, bis ein jeder davon überzeugt ist, ohne die entsprechenden technischen Produkte ein absoluter Outsider zu sein.

Für Neptun und Chiron gilt dasselbe wie in der Waagezeit. Sie wandern rückwärts, wobei sich Neptun, der Planet der Träume und Visionen, ab dem 11. November wieder vorwärts läuft und Chiron, der Heiler, einen Tag später. Bis dahin unterliegen unsere Träume und Idealvorstellungen weiterhin kritischen Prüfungen und Hemmnissen. Vom 12. November an aber sollte der Verwirklichung von Träumen nichts mehr im Wege stehen, sofern wir weiterhin ein kritisches Auge auf deren Erfüllbarkeit werfen und auf unseren inneren Lehrer und Führer hören. Unser Mitgefühl und unsere soziale Hingabefähigkeit werden dieser Tage stärker spürbar, doch dank Chirons kritischer Prüfungsfähigkeit werden wir unsere Opferbereitschaft in Balance halten können.

Saturn, der Garant für Struktur und Stabilität, läuft vorwärts im Zeichen der Waage, was uns Stabilität und Sicherheit in unseren Beziehungen verspricht.

Merkur läuft wie in der Waagezeit zuvor die ganze Zeit vorwärts. Vertragsabschlüssen, Verhandlungen und Gesprächen steht von diesem Sichtpunkt her nichts im Wege – persönliche Faktoren nicht eingerechnet.

Der Vollmond dieses Monats findet am 10. November um 21:16:06 Uhr statt. Der Mond steht im Sternzeichen Stier genau gegenüber der Sonne im Skorpion. Wir halten an unserem Besitz fest, fühlen uns damit geborgen und möchten uns unser Erworbenes nicht durch Macht und Manipulation gefährdet wissen. Wir fühlen uns heute sicherer, wenn wir auf traditionelle Werte setzen und wenig spekulieren. Am besten lassen es wir uns heute gemütlich ergehen und geniessen unseren Wohlstand.

 

 


Schützezeit vom 22. November 2011 bis 22. Dezember 2011

 

 

 

 

Die letzte Phase des Herbstes, die Zeit des Schützen, beginnt am 22. November um 17.08 h. Der Herbst beginnt, sich von seiner rauen Seite zu zeigen und wir spüren überall schon die Vorbereitungen zur Adventszeit. Wie das Wetter, das uns von sonnigen Tagen bis zu frühen Schneeeinfällen alles bieten kann, ist die Zeitenergie momentan sehr wechselhaft. Sonnige Herbsttage gehen in ein Wechselspiel über mit der Adventszeit.

Pluto, der Hüter der Schwellen, beginnt die Zeit mit einem schönen Trigon. Dabei verbindet er sich mit Mars, dem Kämpfer und Antreiber und mit Jupiter, dem Planet der Expansion, der Vermehrung und des Wachstums. Diese fruchtvolle, transformierende Zeit dauert in ihrer vollen Blüte bis zum 28. November an. Alle involvierten Planeten befinden sich im Element Erde und vermögen so zu materiellem Wachstum und existenziellem Vorwärtskommen beitragen. Es ist ein guter Zeitpunkt, um in materiellen Belangen vorwärts zu streben. Ab dem 28. November löst sich die Verbindung von Jupiter und Mars, dafür kommt Venus näher und bildet eine Konjunktion mit Pluto. Es könnte sich in materiellen Dingen eine sättigende Zufriedenheit bemerkbar machen. Allerdings wird Pluto im Steinbock weiterhin dafür sorgen, dass kein unnötiger Ballast angehäuft wird und dass notwendige Transformationen auch stattfinden.

Uranus ist noch bis zum 10. Dezember rückläufig. Weiterhin suchen Spannungen, die sich entladen möchten, nach einem Weg. Vielleicht müssen wir uns eine revolutionäre Idee noch einmal gut überlegen, bevor wir sie umsetzen. Vielleicht müssen wir für unsere individuelle Freiheit einen noch etwas grösseren Anlauf nehmen. Am 10. Dezember jedoch reisst der Gummi und Uranus, der Revolutionär, prescht mit voller Geschwindigkeit vorwärts. Ab dann sind wir mit unseren Ideen und unserem Freiheitsstreben auf Zielkurs. Ab dann dürften andauernde Revolutionen und technische Durchbrüche auf ihre Zielgerade kommen.

Neptun und Chiron wandern weiterhin gemeinsam vorwärts. Sie sind die ganze Zeit über blau, also harmonisch, mit Jupiter und Saturn verbunden. Einerseits verspricht dies erhöhte Fürsorglichkeit und soziale Verantwortung. Es lässt zu hoffen übrig, dass sich in der Vorweihnachtszeit eine erhöhte Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe bemerkbar macht. Vielleicht spüren wir dies ganz einfach bei uns selber oder in unserem Umfeld.

Andererseits stehen Jupiter und Saturn in dieser Zeit genau gegenüber, sind also in Opposition. Jupiter will expandieren, Saturn dagegen will begrenzen. Möglicherweise spüren wir trotz erhöhter Nächstenliebe eine grössere Unzufriedenheit. Wir möchten uns selbst verwirklichen, ausdehnen und wachsen, fühlen uns aber begrenzt und eingeschränkt. Es ist wichtig, zwischen Wachstum und Einschränkung einen Ausgleich zu finden. Beide Seiten sind wichtig. Wir sollten nicht übertreiben oder grenzenlos werden, sonst stossen wir bald auf Beschränkungen. Genauso sollten wir uns nicht zu sehr einschränken und Ängste schüren, denn dadurch begrenzen wir unsere eigenen Möglichkeiten.

Der Vollmond findet dieses Mal am Samstag, den 10. Dezember 2011, um 15:36:24 Uhr, statt. Der Mond im Zwilling verspricht uns einen unruhigen, aber auch quirligen und abwechslungsreichen Tag. Vielleicht haben wir es mit nervösen oder ungeduldigen Menschen zu tun. Mit Kommunikation meistern wir solche Situationen jedoch gut. Da es auch ein klatschreicher Tag werden dürfte, sollten wir beim Sprechen allerdings Wert auf eine gute Informationsbasis legen.

 

 

 

 

Susanne Gruber im August 2011, copyright by Susanne Gruber

 

  http://www.vollmond.info/index.html 

 

Quellenhinweis: Reinhold Ebertin „Kombination der Gestirneinflüsse“

 

 

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