Horoskop für den Sommer 2011                                                           

 

 

21. Juni 2011 bis 23. September 2011

 

 

Krebszeit vom 21 Juni 2011 bis 23. Juli 2011

 

 

 

 

Was für ein Frühling liegt da hinter uns! Meteorologisch gesehen begleitet uns der Sommer in diesem Jahr schon seit Wochen – mit wenigen Perioden des Regens und der Kühle dazwischen. Die Natur wird es danken. Astrologisch gesehen begegnen wir dem Sommer allerdings erst am 21. Juni um 19.17 h, wenn die Sonne vom Zwillingszeichen in das Zeichen des Krebses übergeht. Nach der hektischen Zeit des Frühlings beginnt der Sommer zuerst einmal etwas ruhiger, wobei der Schein hier trügen kann. Viele kleine Verästelungen und Vernetzungen zeigen an, dass es auch weiterhin brodelt und jederzeit zu neuen Aufbrüchen oder Verfestigungen der vorangegangenen Turbulenzen kommen kann.

 

Pluto bewegt sich bis in den September hinein rückläufig. Themen des Frühlings, die für uns einen abrupten Umsturz, eine plötzliche Änderung, einen Verlust oder ein Loslassen von einem Menschen, einer Sache oder eines Zustandes bedeutet haben, weiterhin beschäftigen. Wenn wir uns dem Ereignis zuwenig gewidmet haben, wenn wir es verdrängt oder bewusst übersehen haben, müssen wir uns vielleicht noch einmal damit beschäftigen. Schmerzen, Wunden und schlechte Erfahrungen müssen verarbeitet werden, bevor etwas Neues entstehen kann. Da sich Pluto im Steinbock befindet, können wir uns sicher sein, dass uns das bleibt, was für uns nötig ist. Wenn wir den Weg bewusst begehen, werden wir erkennen, was wir wirklich brauchen. Pluto steht weiterhin im Quadrat zu Saturn. Es kann sein, dass unsere Pläne daher auch etwas Zeit brauchen und sich nicht unbedingt von heute auf morgen verwirklichen lassen. Doch steter Tropfen höhlt den Stein und was wir gut prüfen, wird auch einen guten Ausgang haben.

Auch Uranus, der sich weiterhin im Widder aufhält, wird ab dem 11. Juli noch einmal rückläufig. Er bleibt dies bis in den Dezember hinein. Wir spüren das Brodeln, den geistigen Wunsch nach Revolution und Veränderung, wir verspüren die Ungeduld, diese „Revolution des Geistes“ zu erfüllen und zu Ende bringen zu wollen. In dieser Phase können wir vielleicht nicht ganz so schnell vorwärts preschen, wie wir gerne hätten, aber die Anspannung, unter der wir stehen, gibt uns die Möglichkeit, unseren Weg vorerst einmal geistig zu vollziehen und zu reflektieren, ob wir auch nichts vergessen haben und ob wir auch wirklich dorthin wollen, wohin es uns zieht.

Uranus und Pluto befinden sich weiterhin im Quadrat, sodass zusammen mit dem Quadrat, welches Pluto mit Saturn bildet, ein Leistungsdreieck entsteht. Es gibt überhaupt einige Leistungsdreiecke in der nächsten Zeit, die aus Schnell- und Langsamläufern zusammen entstehen. Was im Grossen geschieht, bekommen wir auch bald in der Alltagswelt zu spüren. Es tut sich sehr viel in der Welt. Die ausgeschüttete Energie ist immens und dennoch scheinen den Ereignissen immer wieder wie zum Erliegen zu kommen. Die Empfindung des Weltgeschehens läuft wellenartig ab. Wir sehen das unter anderem daran, wie es in der arabischen Welt seit Monaten brodelt und wie uns Fukushima weiterhin beschäftigt. Dennoch scheint es, als höre man manchmal tage- oder gar wochenlang nichts davon, bis der Fokus durch einen neuern Bericht oder ein neues Ereignis wieder in diese Richtung gelenkt wird. Ähnlich ergeht es uns auch im Alltag. Uns beschäftigen revolutionäre Ideen. Änderungen stehen bevor. Wir platzen schier vor Ungeduld. Und dennoch gibt es immer wieder Phasen der Reflektion, wo anderes in den Vordergrund rückt und unsere Aufbruchsstimmung zum erliegen kommt.

Der Vollmond dieses Monats findet am Freitag, 15. Juli 2011, um 08:39:36 Uhr statt. Der Mond befindet sich dann im Steinbock. Dieser Tag gibt uns die Möglichkeit, unsere Ansprüche zu überdenken. Wir können uns folgende Fragen stellen: Was ist wirklich nötig, was brauchen wir wirklich zum Leben, was belastet uns nur, was raubt uns Zeit und Tiefe sprich Lebensintensivität?


Löwezeit vom 23. Juli 2011 bis 23. August 2011

 

 

 

 

 

Die Sonne tritt am 23. Juli um 6.12 h in das Zeichen des Löwen ein. Wir stehen inmitten des Sommers. Wie er meteorologisch sein wird, wird uns noch beschert werden. Astrologisch gesehen wirkt er kollektiv und weltumfassend gesehen auf den ersten Blick eher zurückhaltend. Pluto, Neptun und Uranus sind rückläufig, und auch Chiron, der Wunden aufzeigt und heilt, macht dabei mit.

Pluto bleibt in Spannung mit Uranus. Pluto, der alte Machenschaften loslassen will, der mit Machtkämpfen aufräumen will und der manchem Vorgang zur Transformation verhelfen will, sodass schliesslich das übrigbleibt, was wirklich zur Lebensentfaltung und zur Existenzsicherung nötig ist, lenkt seinen Fokus im Moment vor allem darauf, das Alte zu zerstören. Uranus will vorwärts preschen, will revoltieren, er will den Ländern und den Menschen zur Revolution verhelfen, er will, dass wir vorwärts schreiten, dass wir unsere neuen Ideen tatkräftig umsetzen und dass wir in Wissenschaft und Technik mutig und zielstrebig neue Schritte wagen.

Da beide Planeten schlussendlich etwas ähnliches erstreben, indem sie den Menschen zu Wandlungen verhelfen möchten – sei es im kollektiven Handeln, aber auch in unserer eigenen Welt – ziehen sie prinzipiell am gleichen Strick; nur jeder in die andere Richtung. Wir merken das daran, dass überall weiterhin Krisen herrschen, wie uns die arabische Welt oder Fukushima zeigen und wie uns die Lage Griechenlands vor Augen geführt wird. Gleichzeitig ist ein unbeugsamer Aufbruchwille vorhanden. Was nun fehlt, ist das gemeinsame Ziehen am selben Ende des Stricks. Es muss der Weg gefunden werden, die Kräfte zu vereinigen.

Neptun ist weiterhin in Konjunktion mit Chiron. Auch sie beide verhalten sich zur Zeit rückläufig und tragen so zum Gefühl bei, dass unsere Träume und Vorstellungen wie stillstehen und nicht recht vorwärts kommen. Möglicherweise müssen wir unsere Träume noch einmal überdenken. Wir müssen dort nachhaken, wo der Schuh klemmt und wo noch Ungereimtheiten herrschen. Vielleicht scheinen sich schmerzliche Erfahrungen zu wiederholen. All diese Ereignisse wollen uns zeigen, dass wir auf der Suche nach unserer heilen Welt immer wieder mit Rückfällen rechnen müssen. Wenn wir aber anfangen, die heilsame Seite unserer schmerzlichen Erfahrungen zu erkennen und in unseren Weg zu integrieren, werden sie uns bald als wichtige Bausteine zur Verfügung stehen. Es gibt dazu ein schönes Zitat von Goethe: Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen. Oder – ganz im Sinne von Chiron und Neptun: Wünsche sind die Vorboten unserer Fähigkeiten.

Der Vollmond dieses Monats findet am Samstag, den 13. August um 20.57 h statt. Der Mond befindet sich im Zeichen des Wassermannes. Er sieht sich nicht nur der Löwensonne gegenüber, sondern auch Venus und Merkur, die mit der Sonne eine Konjunktion bilden. Wir haben es heute möglicherweise mit Eitelkeit und Stolz zu tun, die sich unserem Drang nach Freiheit und Unabhängigkeit in den Weg stellen könnten. Die schöne Konjunktion Sonne, Venus, Merkur und Transpluto im Löwen gibt uns aber auch die nötige Strahlkraft, unsere Persönlichkeit und unser Erscheinungsbild optimal zu präsentieren.

 

 

 

 

 

Jungfrauzeit vom 23. August 2011 bis 23. September 2011

 

 

 

Die Sonne tritt am 23. August um 13.20 h in das Zeichen der Jungfrau ein. Die Zeit der Jungfrau beginnt, so wie es auch ihrer Art entspricht, sehr vielfältig. Irgendwie sind alle Planeten miteinander verwoben. Ins Auge springt im Horoskop des 23. August das viele Grün, die vielen Quincunxen. Quincunxen sind Verbindungen zwischen Planeten, die eine Sehnsucht nacheinander haben, die auf der Suche nacheinander sind. Die von Ängsten begleiteten Wünsche des Neptuns sehnen sich nach Kommunikation und Tatkraft. Unsere Wünsche und Träume, vor deren Umsetzung uns immer etwas mulmig ist, sodass wir uns immer wieder selber sabotieren, möchten mitgeteilt werden.  Sie sehnen sich nach Mut und Durchsetzung. Wir sollten also anfangen, über unsere Träume und Vorstellungen zu sprechen. So geben wir ihnen die Möglichkeit, sich zu manifestieren.

Pluto ändert erst kurz vor Herbstbeginn seinen Kurs. Bis dann bleibt er rückläufig, sodass wir weiterhin mit einem harzigen Vorwärtskommen der angestrebten Änderungen in den  Machtgefügen der Welt rechnen dürften.  Positiv bestrahlt wird er aber weiterhin von Jupiter, der nach Freiheit und Gerechtigkeit sucht. Auch wenn es so scheint, als ob angestrebte Transformationen nicht richtig vorwärts kommen, so streben die Menschen doch weiter nach Gerechtigkeit und Selbstbestimmung. 

Auch Uranus und Neptun mit Chiron befinden sich weiterhin in der rückläufigen Phase. Indem sie aber durch ein grünes, Neugier spendendes Sextil miteinander verbunden sind, vernetzen sie den Drang nach Umsturz und Revolution mit unseren Traumvorstellungen. Es herrscht im kollektiven Weltgeschehen eine gewisse Neugierde auf das Neue, das unsere Träume auslösen könnte. Diese Neugierde lässt sich durchaus auch in unserem eigenen Leben spüren. Es macht Sinn, sich der Erfüllung seiner Träume vorab in der Vorstellungskraft hinzugeben, um die Änderungen, die da auf uns zukommen könnten, zu erspüren.

Der Vollmond findet am 12. September um 11.26 h statt. Im Zeichen der Fische befindet er sich im richtigen Umfeld, um unseren Träumen mehr Kraft zu geben. Vor falschen Illusionen sollten wir uns aber in Acht nehmen. In diesem Sinne meinte bereits Goethe: Weil du die Augen offen hast, glaubst du, du siehst.

 

 

 

 

Susanne Gruber im Juni 2011

 

  http://www.vollmond.info/index.html 

 

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